Der Begriff ist umstritten und es gibt keine einheitliche und allgemeine Definition
Helmut Fend
"Unter Erziehung sind alle Maßnahmen zu verstehen, die Erwachsene in Interaktion mit Heranwachsenden ergreifen, um Lernvorgänge hervorzurufen, die zu wünschenswerten Ergebnissen führen."
Hans Hielscher
"Erziehung bezeichnet einen Vorgang der Eingewöhnens in einen gegebenen Zusammenhang von Verhaltensregeln und traditionell vorgegebenen Sitten."
Charakteristisch für Erziehung ist:
Kompetenzgefälle vom Erwachsenen zum Zögling
Interaktionsprozess zwischen dem Zögling und dem Erwachsenen
Rollenverteilung zwischen dem Zögling und dem Erwachsenen
Intendiertes methodisches Vorgehen
Ist gebunden an Gegenstände und Themen
Eingebettet in Institutionen (Familie, Schule, Kindergarten) und in einen historischen-gesellschaftlichen-sozialen Kontext
Erziehung behebt Defizite des sozialen Miteinander, bringt die Gesellschaft voran und gilt als Grundlage von Entwicklung
Ziel ist die Integration des Zöglings in die Gesellschaft
Bewusste, geplante, intendierte Einflussnahme auf die Entwicklung von Menschen
Heranführung an Normen und Werte
Heranführung an Selbstständigkeit
Wandel des Erziehungsbegriffs:
Traditionell: Erziehung war Aufgabe der Familie
Heute: Erziehung ist nicht ausschließlich Aufgabe der Erziehung
Zahlreiche Institutionen, die den Eltern beim erziehen helfen (Kindergarten, Vorschule, Schule, Vereine, weiterführende Schule)