Institutionen (lat. institutio= Einrichtung, Unterricht, Schöpfung)
Begriff hängt mit der sozialen Struktur und der Organisation engstens zusammen
Organisation: zweckgerichtete soziale Systeme
Struktur: Rahmen in dem soziale Prozesse ablaufen
Institution: Art und Weise, wie bestimmte Dinge in sozialen Systemen getan werden müssen
Von einer Institution spricht man immer dann, wenn es um komplexe von institutionalisierten Rollenintegraten oder Statusbeziehungen geht, die in einem gegebenen sozialen System von "strategischer" Bedeutung sind
"institutionalisieren": versteht man die formelle Ausgestaltung der Normen, was den Organisationsgrad erhöht (Parsons)
Institution: gesellschaftliche, staatliche oder kirchliche Einrichtung, in der bestimmte Aufgaben, meist in gesetzlich geregelter Form wahrgenommen werden (Brockhaus, 1989)
Institution:
Institutionen treten dem Handelnden als ein objektiver sozialer Tatbestand, vom Einzelwillen unabhängig, entgegen
Alle Institutionen sind in dem Kollektivbewusstsein, dass in einer Gesellschaft herrscht, verankert
Weicht das Individuum von institutionellen Regelungen ab, muss es mit Sanktionen rechnen
Erfüllen sehr verschiedene Bedürfnisse gleichzeitig (Ernährung, Bewegung, Sicherheit)
Besitzt einen materiellen Apparat, ein Normsystem und Personal
Institutionelle Rituale helfen den Individuen Angst zu bewältigen
Institutionen bestehen aus organisierten, sozialen Handlungen
De- Institutionalisierung führt zu Chaos und Unstabilität
Organisation:
Zweckgerichtet, zielgerichtet
Mitgliedsstrukturen und hat Mitglieder
Die Art und Weise, wie die Teile eines Ganzen untereinander und zu diesem Ganzen orientiert sind und zusammenwirken
Merkmale pädagogischer Institutionen:
Pädagogische Aufgaben: Erziehung, Unterricht, Beratung, Hilfe
Menschen kooperieren, kommunizieren, konkurrieren
Es gibt Regeln, die geltend sind
Geben Menschen Sicherheit, Orientierung, Struktur (in Gefügen)
Verschiedene Personen, die bestimmte Rollen innehaben und miteinander interagieren
Professionalität (pädagogische Ausbildung)
Zielorientiert, klientenorientiert, nicht nur zweckrational ausgerichtet
Lern-Lehr-Verhältnisse
Berufsständische Ethik
Handeln im Auftrag
Sobald eine Institution mit der Erfüllung ihrer pädagogischen Aufgaben überfordert ist, entsteht eine andere, die einzelne oder alle diese Aufgaben übernimmt
Orientiert sich am Bedarf, weisen einen Nachfragecharakter auf, gegründet auf die Reaktion entsprechender Nachfragen
Andere wiesen eher einen Angebotscharakter auf
Allgemeine Aufgaben: Erziehung, Bildung, Sozialisation, Maßnahmen der Resozialisierung und Rehabilitation
Habitualisierte Handlungen über mehrere Generationen
Es gelten Regeln und Normen
Standesethik (geregelte Normen)
Methodisches Vorgehen, geregeltes Handeln
Persönlichkeitsbildung
Wechselndes Klientel
Können nicht eigenständig entscheiden, wer zum Klientel zählt
Menschen jedes Alters können Adressaten sein
Sind ambivalent (ermöglichen und begrenzen)
Hierarchien vorhanden
Institutionen: Schule, Familie, Kinderkrippe, Kindergarten, Heim, Waisenhaus, Kinderhorte, Hausaufgabenhilfe, Drogenberatung, Lebenshilfen für behinderte Menschen, Universität, Kinder- und Jugendhilfe, Jugendzentren, Altenheime, Gefängnis, psychiatrische Anstalten