Sozialisation gibt es nicht, sondern lediglich nur sozialisationstheoretische Fragestellungen, die aus einer Problematisierung des Mitgliedwerdens in der Gesellschaft hervorgehen
Sozialisation ist ein Begriff
Sozialisation bezeichnet ein Problem
Sozialisation ist ein lebenslanger Prozess
Hurrelmann, Tillmann und Geulen:
"Sozialisation bezeichnet den Prozess, in dem sich Menschen in tätiger Auseinandersetzungen (Interaktion) mit ihrer historisch sozialen strukturieren Umwelt als handlungsfähige gesellschaftliche Subjekte entwickeln bzw. bilden."
Kommt Ende des 19. Jahrhunderts auf (Emile Durkheim)
Ist ein wissenschaftlicher Begriff
Ist ein sozialwissenschaftliches Konzept
Rückt die gesellschaftlichen Dimensionen von Bildungsprozessen in den Mittelpunkt
Fragt nach den empirischen Bedingungen von Erziehung und Bildung und auch nach nicht intendierten Prozessen (funktionale Erziehung)
Wird in der deutschsprachigen Erziehungs- und Sozialwissenschaft seit den 1960 er Jahren bedeutsamen (Geulen, Hurrelmann, Fend)
Das Sozialisationsparadigma formuliert ein doppeltes Problem:
Vergesellschaftung, d.h. "Sozialwerdung" des Individuums, seine Einbindung als handelndes und verantwortliches Mitglied in eine Gesellschaft und für eine Gesellschaft
Individuierung, d.h. die Bildung als einmaliges handlungsfähiges Subjekt (Persönlichkeit), dass seine gesellschaftlichen Verhältnisse aktiv aneignet und mitgestaltet
Sozialisation als Mitglied-Werden
Sozialisation als Subjektbildung
Sozialisation als Eingliederung
Charakteristisch für Sozialisation ist:
Prozess, durch die der Einzelne relativ dauerhafte Verhaltensweisen erwirbt (über die Beziehung zu seiner physischen und sozialen Um- und Mitwelt, über das Verständnis seiner selbst)
Verhaltensweisen befähigen den Einzelnen am sozialen Leben teilzunehmen und an dessen Entwicklung mitzuwirken
Beabsichtigtes und unbeabsichtigtes Zusammenwirken von Individuen, sozialen Gruppen und Institutionen
Sie tragen zur Eingliederung des Einzelnen und zum gemeinschaftlichen Wohlergehen bei