
Der Bodden friert nicht jedes Jahr zu. Deshalb ist Eissegeln eine Beschäftigung, die nicht jedes Jahr duchgeführt werden kann. Mit zunehmender Erderwärmung werden die Periode immer länger, in denen nicht gesegelt werden kann.
Der Ursprung des Eissegelns liegt um die einhundert Jahre zurück. Die aus dem Pommerschen eingewanderten Fischer brachten die Art des Klapperns (Fischen unter der Eisdecke) an die hiesigen Gewässer. Zum Transport der Ware wurden Segelschlitten benutzt. Die Schlitten waren also nicht auf Schnelligkeit sondern vielmehr auf Lastentransport optimiert.
So gibt es heute denn auch zwei verschiedene Arten des Eissegelns. Die traditionelle und die moderne Art. Bei der traditionellen Methode wird versucht, die Schlitten möglichst mit Originalmaterial am Leben zu erhalten. Wie die moderne Methode aussieht dürfte hinlänglich bekannt sein.
Das abgebildete Modell (der Schlitten) hat ca. 100 Jahre alte Kufen. Das Oberteil (der Bootskörper) wurde in den 50-er Jahren neu aufgebaut. Ebenso ist ein Teil der Takelage neu (die alten Stroppen waren einfach dahingerostet). Ansonsten wird versucht mit Neuerungen zu geizen.