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Erziehungswissenschaften

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Goffman in seiner Rolle als Klassiker der Soziologie

Erving Goffman

  • Klassiker der Soziologie
  • Soziologe der Nachkriegszeit
  • Nach seinem Tod im Jahre 1982 gab es niemanden, der seine Art, Soziologie zu betreiben in Methode, Stil und theoretischer Orientierung fortgesetzt hätte
  • Es gibt Versuche, Goffman als unsoziologisch zu disqualifizieren und der Psychologie oder Soziolinguistik zuzurechnen
  • Seine Werke hatten großen Einfluss auf die Sozialpsychologie, der Linguistik, den Literaturwissenschaften, der Pädagogik und der Psychiatrie
  • Man hat Goffman zwar Feinheit des handwerklichen Beobachtungsvermögens und Sicherheit des Auges attestiert aber die systematischen Gehalte seiner Untersuchung verkannt
  • Goffman blieb als soziologischer Theoretiker nahezu unbekannt und ist erst später bekannt geworden
  • Man schätzt seine mikroskopischen Beobachtungen und dichten Beschreibungen, verkennt aber meist die theoretischen Substanzen und Reichweiten seiner Werke
  • Es werden Mängel an Goffmans Arbeiten beklagt
    • Kritiker waren Goffmans Arbeiten Theoriedefizite vor und nannten sie unsystematisch
    • Trotzdem werden seine Arbeiten mit den Eigenschaften wie Subtilität, Sinn für Details und hohen empirischen Gehalt beschrieben
  • Nobert Elias:
    • Goffman war ein Außenseiter und ein Einzelgänger
    • Von der Art seiner Theoriebildung her ließ sich keine Brücke zu seiner empirienahen Art von Forschungsarbeit schlagen
    • Die persönliche Sensibilität, die Feinheit des handwerklichen Beobachtungsvermögens, die Sicherheit des Auges hat den ursprünglichen Mangel an Theoriebezug aufgewogen
  • Laborexperimenten attestierte Goffman empirische Gehaltlosigkeit und Invalidität
  • Goffman zog es vor, die Methode der unsystematischen naturalistischen Beobachtung zu praktizieren, d.h. sich der sozialen Natur zuzuwenden und anzunähern, mit dem Ziel des Verstehens alltäglichen Verhaltens
  • Sofern man in Goffmans Werk überhaupt eine Theorie sieht, ist man sehr unterschiedlicher Meinung über deren Identität
    • Goffman erscheint als Strukturfunktionalist, (Post-)Strukturalist, Existentialist, Postmodernist, Ethnomethodologe, Semiotiker, Phänomenologe, Systemtheoretiker oder Eklektiker
    • Zuordnung zum Symbolischen Interaktionismus
  • Vergebliche Suche in seinen Werken nach einer Theorie, trotzdem zeichnen sich die Werke durch einen hohen theoretischen Anspruch aus.
letzte Aktualisierung 19. Oktober 2010