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Fürstenberg

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Eileen / Geographie

Eileen / Geographie

Japan - Vorstellung des Staates

Erstellt von Eileen Fürstenberg im Oktober 2001

 

Japan heißt auf japanisch Nihon Koku ("Land der aufgehenden Sonne")

 

Mein Vortrag gliedert sich in folgende Punkte:

  1. Geographie
  2. Klima
  3. Bevölkerung
  4. Sprache und Religion
  5. Soziales
  6. Bildung und Politik
  7. Wirtschaft
  8. Geschichte

1. Geographie

Japan ist ein Inselstaat mitinsgesamt fast 4000 Inseln, die etwa 3000 Kilometer lang sind, und die Form eines Doppelbogens haben.

Die Gesamtfläche beträgt 377 837 km2.

Die vier Hauptinseln sind Hokkaido im äußersten Norden, Honshu die flächenmäßig größte Insel sowie Shikoku und Kyushu im Südwesten.

Über die gesamte Inselgruppe erstrecken sich die japanischen Gebirge von Norden nach Süden bzw. Nordosten nach Südwesten.

Der höchste Gipfel Japans ist der Fujisan, ein 3776 Meter hoher Vulkankegel in der Nähe von Yokohama.

Die japanischen Berge sind häufig vulkanischer Natur. Insgesamt sind etwa 200 Vulkane bekannt, von denen etwa 50 aktiv sind.

Der längste Fluss Japans ist der Shinano auf Honshu mit einer Länge von 367 Kilometern.

Auf Honshu befindet sich auch der Biwasee, der größte See Japans mit einer Fläche von 670 km2.

 

Die geographischen Grenzen Japans sind:

  • im Norden- das Ochotskische Meer
  • im Osten- der Pazifische Ozean
  • im Süden- der Pazifische Ozean und das Ostchinesische Meer
  • im Westen- die Koreastraße und das Japanische Meer

2. Klima

Aufgrund der großen Nord-Süd-Ausdehnung und des gebirgigen Charakters ist das Klima in Japan sehr uneinheitlich.

Im Frühling bzw. zur Regenzeit kommt es zu Überschwemmungen, während einige Flüsse in den trockenen Perioden austrocknen können.

3. Bevölkerung

Die Einwohnerzahl im Jahre 2000 betrug ca. 126 Millionen.

Die Bevölkerungsdichte liegt bei einer Quote von 335 Einwohnern pro km2.

Die Bevölkerungszusammensetzung ist homogen. Mehr als 99 Prozent der Bevölkerung sind Japaner.

79 Prozent aller Einwohner Japans leben in Städten.

Die Hauptstadt Japansist Tokyo mit 7,83 Millionen Einwohnern.

Tokyo ist gleichzeitig ein Finanz- und Wirtschaftszentrum des Landes.

In Japan gibt es noch mehrere Städte mit mehr als 1 Millionen Einwohnern. Die wichtigsten Städte sind Yokohama, Osaka, Nagoya, Kyoto und Kobe.

4. Sprache und Religion

Die offizielle Landessprache ist Japanisch.

Englisch ist die Hauptgeschäftssprache.

Die Hauptreligionsrichtung ist der Shintoismus.

Der Shintoismus ist eine Religion, die auf Ahnenkult und Verehrung von Naturgottheiten basiert.

5. Soziales

Die gesamte Bevölkerung ist durch verschiedene Versicherungssysteme sozial abgesichert.

Vom jährlichen Staatshaushalt werden dafür etwa 18 Prozent aufgewendet.

Die arbeitende Bevölkerung tritt meist im Alter von 55 Jahren in den Ruhestand.

Für 556 Einwohner steht ein Arzt zur Verfügung.

Die medizinische Versorgung ist im Allgemeinen hervorragend.

6. Bildung und Politik

Aus China übernahmen die Japaner das anfängliche System der Schriftsprache.

Schulwesen

Die japanischen Schulen und Hochschulen unterstehen dem Erziehungsministerium.

Der Schulbesuch ist für die Dauer von 9 Jahren Pflicht und kostenfrei, davon sind sechs Jahre Grundschule und drei Jahre Mittelschule.

Das Erlernen der englischen Sprache ist in allen Hauptschulen Pflicht.

Der Besuch einer Ausbildungseinrichtung ist freiwillig, es werden geringe Gebühren erhoben.

Privatschulen sind weit verbreitet.

Es gibt etwa 60 staatliche Universitäten und eine große Anzahl privater Hochschulen.

Verwaltung und Politik

Die Staatsform ist eine parlamentarische Monarchie.

Japan wird gemäß der Verfassung von 1947 regiert, die letztmals 1994 geändert wurde.

Der Kaiser ist nicht mehr Oberhaupt des Staates, sondern vertritt ihn eher symbolisch und hat lediglich repräsentative Funktionen.

Exekutive (Staatsgewalt)

Die Staatsgewalt liegt in den Händen des Kabinetts.

Das Kabinett hat 20 Mitglieder, denen der Ministerpräsident vorsteht.

Der Ministerpräsident ist Mitglied des Parlaments und wird von diesem gewählt.

Zu seinen Aufgaben gehören Ernennung und Entlassung der Minister.

Legislative (gesetzgebende Gewalt)

Alle japanischen Bürger über 20 Jahre sind wahlberechtigt.

Das Parlament besteht aus zwei Kammern, dem Oberhaus mit 252 Sitzen und dem Unterhaus mit 511 Sitzen.

Die Wahl der Mitglieder des Oberhauses erfolgt im sechsjährigen Turnus, wobei alle drei Jahre jeweils die Hälfte der Mitglieder gewählt werden.

Die Abgeordneten des Unterhauses werden alle vier Jahre neu gewählt.

Das Unterhaus ist das mächtigere der beiden Häuser des Parlaments.

Alle Entscheidungen des Oberhauses müssen vom Unterhaus angenommen werden.

Judikative (rechtsprechende Gewalt)

Höchste juristische Instanz Japans ist der Oberste Gerichtshof.

Dem sind mehrere Gerichte untergeordnet.

Die Polizeikräfte in Japan unterliegen der Kontrolle durch die Zentralregierung.

Kommunalverwaltung (örtliche Verwaltung)

Japan ist in 47 Präfekturen gegliedert.

Jede Präfektur wird von einem gewählten Gouverneur regiert und verfügt über ein eigenes Parlament.

Jede Gemeinde innerhalb einer Präfektur verfügt ebenfalls über ein vom Volk gewähltes Parlament.

Die Gemeinden haben relativ weit reichende Befugnisse.

Verteidigung

Die Streitkräfte rekrutieren sich aus Freiwilligen, es herrscht keine Wehrpflicht.

Armee, Marine und Luftwaffe umfassen zusammen etwa 236 300 Soldaten.

7. Wirtschaft

Industrie

In den achtziger Jahren hat sich das industrielle Hauptaugenmerk von der Leichtindustrie auf die Schwerindustrie, die chemische und die Elektronikindustrie verlagert.

Ende der 80-er Jahre galt das Land als der Motor der weltwirtschaftlichen Konjunktur-entwicklung.

Anfang der 90-er Jahre setzte eine wirtschaftliche Abschwächung ein, die schließlich 1997 in den schwersten Konjunktureinbruch seit der Ölpreiskrise (1974/75) mündete.

Durch die so genannte Asienkrise wurde Japans Wirtschaft zusätzlich belastet.

Mitte der neunziger Jahre zählte Japan zu den führenden Produzenten chemischer Grundstoffe.

Auch in der Textilindustrie rangiert Japan an vorderster Stelle und nimmt bei der Herstellung von synthetischen Fasern weltweit den dritten Platz ein.

Landwirtschaft

Ungefähr 11 Prozent der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt.

Etwa 70 Prozent des eigenen Nahrungsmittelbedarfs werden im Land erzeugt.

Forstwirtschaft und Fischerei

Etwa 70 Prozent der Gesamtfläche Japans sind bewaldet.

Ungefähr zwei Fünftel der Waldfläche sind mit Nadelhölzern bewachsen.

Etwa zwei Drittel der Waldgebiete sind in Privatbesitz.

Der Fischfang und die Fischverarbeitung zählen zu den wichtigsten Wirtschaftsbereichen im Land.

Japan ist eine der noch aktiven Walfangnationen der Welt.

Außerdem werden große Mengen an Tang und anderen Meeresalgen geerntet, die auch als Nahrungsmittel dienen.

Bergbau

Die Bodenschätze reichen kaum zur Deckung des inländischen Bedarfs aus.

Das Land muss zahlreiche Rohstoffe, vor allem Erdöl zur Energieversorgung, importieren.

Währung und Bankwesen

Die Währungseinheit ist der Yen, der aus 100 Sen besteht.

Die „Bank of Japan“ ist die japanische Zentralbank.

Die Tokyoter Börse zählt zu den zentralen Finanzmärkten der Welt.

Außenhandel

Die im Land produzierten Waren werden zu 90 Prozent für den Export hergestellt.

Der Import von Rohöl und Erdölerzeugnissen nimmt 13 Prozent des Gesamtimports ein.

Gewerkschaften

Ungefähr 30 Prozent der gesamten beschäftigten Bevölkerung ist in Gewerkschaften organisiert.

Verkehrswesen

Japan verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur.

Das japanische Straßennetz ist zu zwei Dritteln asphaltiert.

Die japanische Handelsflotte zählt zu den größten der Welt.

Tourismus

Etwa 4 Millionen Auslandsgäste kommen jährlich nach Japan.

Aber auch zwölf Millionen Japaner reisen jährlich nach Übersee.

8. Geschichte

Die frühesten Aufzeichnungen zur japanischen Geschichte finden sich in chinesischen und zwei halbmythischen Quellen.

Die halbmythischen Quellen sowie andere Legendensammlungen stellen die Grundlage traditioneller Geschichtsüberlieferung in Japan dar.

Japan hatte sich viele Jahrhunderte von der Außenwelt isoliert.

Japans Öffnung für die Außenwelt fand im Jahr 1720 offiziellen Ausdruck, als die Ächtung europäischer Bücher und Studien aufgehoben wurde.

Anfang des 19. Jahrhunderts mehrten sich die Besuche von Europäern, meist Händlern oder Forschern in Japan.

Nach dem Drängen der westlichen Mächte öffnete sich Japan dem Ausland.

Die 18. Olympischen Spiele wurden im Oktober 1964 in Tokyo abgehalten.

Japan hatte anlässlich dieses Ereignisses viel in die Infrastruktur der Städte investiert, einschließlich des Baues neuer Straßen und Transportsysteme.

 

 

Quelle: Microsoft Encarta Enzyklopädie Plus 2001

letzte Aktualisierung 3. April 2008