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Fürstenberg

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Eileen / Philosophie

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Pro und Kontra Klonen

erarbeitet von Eileen Fürstenberg

Definition Klonen

Das reproduktive Klonen hat zum Ziel ein neues Individuum entstehen zu lassen, das dann ein normales Leben führen soll (also gleichsam eine neue Technik der Fortpflanzung).

Hingegen hat das (ethisch weniger umstrittene) therapeutische Klonen zum Ziel, einzelne Organe zu reproduzieren, um damit zu heilen (also gleichsam eine Methode, um organische Ersatzteile herzustellen), nicht aber um ein lebensfähiges Individuum zu erschaffen

Pro Argument

  1. Ja, denn reproduktives Klonen wäre dann nichts anderes, als die zeitversetzte Geburt meines eigenen Zwillings, also ähnlich dem bereits heute erlaubten Fall, dass eine befruchtete Eizelle erst nach Jahren ausgetragen werden kann.
  2. Ja, denn reproduktives Klonen könnte die letzte Möglichkeit sein, den sicheren Tod abzuwenden, etwa wenn ein leukämiekrankes Kind nur noch durch das Nabelschnurblut seines Klon-Geschwisters gerettet werden kann.
  3. Ja, einzelne Organe können aus eigenen Zellen herangezüchtet und später implantiert werden.
  4. Ja, der Bann unheilbarer Krankheiten könnte gebrochen werden.
  5. Ja, man wäre in der Lage, die drohende Nahrungsknappheit zu überwinden (klonen von ertragreichen Getreidesorte oder Vieh).

Contra Argument

  1. Nein, denn selbst wenn ein geklontes Kind anscheinend gesund zur Welt kommt, ist noch nichts über die Langzeitentwicklung geklonter Lebewesen bekannt. Dafür bräuchte es erst jahrzehntelanger Forschungsarbeit, und zwar bei Tieren (etwa Menschenaffen), die wesentlich älter werden können als Mäuse oder Schafe.
  2. Nein, denn ein geklontes Kind würde eine wesentliche Einschränkung seiner menschlichen Würde erfahren: Sein genetisches Programm wäre genau festgelegt, wodurch solch eine Person Schwierigkeiten hätte, sich als ein freies menschliches Wesen zu erfahren.
  3. Nein, den es birgt Gefahren, zum Beispiel die des Missbrauchs (illegale Organhandel).
  4. Nein, denn durch Klonen bleibt der Mensch auf dem gleichen Gen-Stand. Aber nur die immer neue Kombination von Genen gewährleistet auf lange Sicht eine ständige Anpassung an veränderte Situationen und ermöglicht eine kontinuierliche Verbesserung. Kein Individuum sollte heute schon glauben es sei die Krone der Schöpfung...
  5. Nein, therapeutisches Klonen könnte nur ein Schritt zum reproduktiven Klonen sein.
letzte Aktualisierung 14. November 2013