Abbildung Website QR Code Abbildung Fuerstenberg Logo

Fürstenberg

Fürstenberg

Eileen / Deutsch

Eileen / Deutsch

current language pointerde flaguk flag

Literaturtheorie Klasse 13

 zusammengestellt von Julia Sternkiker und Eileen Fürstenberg

Literaturgattungen

LYRIK

Gedichtformen

  • Gedicht (Stimmungs-, Erzähl-, Rollen- usw.)
  • Ballade
  • Romanze
  • Sonett
  • Hymne
  • Ode
  • Song

Liedformen

  • Volks-, Spott-, Protest-,usw.

EPIK

Großformen

  • Roman
  • Novelle
  • Erzählung

Kleinformen

  • Parabel
  • Kalendergeschichte
  • Kurzgeschichte
  • Anekdote
  • Fabel
  • Märchen
  • Sage
  • Schwank

DRAMATIK

Dramenformen

  • Schauspiel (dramatisches, episches, absurdes, groteskes, dokumentarisches Theater
  • Tragödie
  • Komödie
  • Tragikomödie

Literarische Medien u. Literaturadaptionen

  • Spielfilm
  • Hörspiel
  • Fernsehspiel/ Fernsehfilm

Elemente verschiedener Textformen

epischer Text

Handlung

  • Handlungskern
  • Handlungsphasen
  • Handlungsstrang
  • Rahmenhandlung
  • Binnenhandlung

Erzählperspektive

  • Ich-Erzähler
  • Er-Erzähler
  • Auktorialer Erz.
  • Personaler Erz.
  • Neutraler Erz.
  • Perspektivenwechsel

Erzählrede

  • Direkte Rede
  • Indirekte Rede
  • Erlebte Rede
  • Innerer Monolog

Figuren

  • Fig.-konstellation
  • Erzählzeit
  • Erzählte Zeit
  • Leitmotiv

lyrischer Text

Sprach-Bild

  • Bild
  • Metapher
  • Vergleich
  • Symbol
  • Chiffre

Strophe

  • Vers/ Zeile
  • Zeilenschluss
  • Zeilensprung (Enjambement)
  • Takt (Versfuß)
  • Jambus
  • Trochäus
  • Daktylus
  • Reim
  • Rhythmus
  • Laut/ Klang
  • Melodie

Figuren

  • Reihung
  • Wiederholung
  • Gleichlauf

dramatischer Texte

Handlung

  • Fabel
  • Konflikt
  • Spannung
  • Exposition
  • Steigerung
  • Höhepunkt
  • Peripetie
  • Verzögerung
  • Katastrophe
  • Lösung

Szene

  • Auftritt
  • Bild
  • Akt

Sprache

  • Dialog
  • Monolog
  • Chor

Figuren

  • Figurenkonstellation
  • Bühnen- und Regieanweisungen

literar.-medialer Text

Sequenzen

  • Schnitt
  • Blende
  • Insert
  • Montage

Einstellungsperspektiven

  • Normalsicht
  • Froschperspektive
  • Vogelperspektive

Einstellungsgrößen

  • Totale
  • Halbtotale
  • Amerikanisch
  • Halbnah/ Nah
  • Groß
  • Detail

Kamerabewegung

  • Stand
  • Schwenk
  • Fahrt

Ton

  • Stimmen
  • Musik
  • Geräusche

Textarten

Epischer Text (Prosa, Kurzprosa):

  • Thema/ Inhalt/ Fabel
  • Struktur/ Handlungsablauf
  • Aufbau in Zeit (zeitchronologische Darstellung oder Aufhebung der Chronologie, Rückblenden, Zeitraffung, Zeitdehnung), Raum und Fiktion (z.B. Handlungsraum, Raum als Kontrast, Raum als Illusion, Raum als Ausdruck von Atmosphäre und Stimmung)
  • Fiktive Erzählerfigur (nicht zu verwechseln mit dem Autor) und fiktive Leser (die Leserrolle kann der real existierende Leser übernehmen oder nicht)
  • Erzählperspektive (auktorialer Erzähler/personaler Erzähler, Ich-Erzähler/ Einnahme verschiedener Perspektiven, vor allem in moderner Prosa)
  • Darstellung aus der Innenperspektive oder Außenperspektive
  • Figurenrede (direkte Rede, erlebte Rede, innerer Monolog)

Lyrischer Text (Gedicht):

  • Äußere Form, zum Beispiel: Vers, Reim, Klang, Metrum, Rhythmus, Zeilenstil und Enjambement, Strophenform (Sonett = 14-zeiliges Gedicht, 2-4-zeiler und 2-3-zeiler, Lied, Ode)
  • Lyrisches Ich als Träger und Vermittler der lyrischen Aussage
  • Besonderheiten der Sprache (Bildhaftigkeit/Stilfiguren als sprachlich-rhetorische "Abweichungen"; z.B. im semantischen Bereich: Metapher, Vergleich, Symbol, Chiffre)
  • Rhythmus und Metrum: betonte Silben = Hebungen, unbetonte Silben = Senkungen, Rhythmus = Abfolge von betonten und unbetonten Silben,
    • Versfuß/Versmaß:     
      • Jambus (steigendes Metrum): aá
        • Vers commun: gereimt, 5-hebig
        • Blankvers:     ungereimt, 5-hebig => nat. Sprechen
        • Trimeter:      ungereimt, 6-hebig mit Zäsuren nach 2. und 4. Hebung (Dialogvers des gr. Dramas, getragene Breite, im Heleneakt: "Bewúndert víel und víel geschólten, Hélená")
        • Alexandriner:     6- hebig mit Mittelzäsur, 2 Gliedrigkeit => geeignet zur Darstellung von Antithesen, entspricht dem Dualismus der Barockzeit, archaisch, übermenschlich, göttlich
        • Knittelvers:     gereimt, 4- hebig
      • Trochäus (fallendes Metrum): áa, gibt dem Vers etwas Festes, der Erde verhaftetes, Gemäßigtes, weit Schwingendes, 8-hebiger Trochäus: antike Tragödie und Komödie
      • Anapäst (steigendes Metrum) aaá, antiker Chor, belebt
      • Daktylus (fallendes Metrum) áaa, 6- hebig = Hexameter
  • Reimschemata:    
    • Paarreim aa bb cc
    • Kreuzreim ab ab
    • Umschließende Reime ab ba

 Dramatischer Text (Dialog, Gespräch, Hörspiel- und Dramenauszug):

  • Thema/ Inhalt
  • Art des Gesprächs (z.B. zwanglos oder formell)
  • Gesprächssituation, beteiligte Personen, Verhältnis der Gesprächspartner: sozialer Status, persönliche Beziehung
  • Sprechziele und Motive
  • Struktur/ Gesprächsverlauf: Störungen, Unterbrechungen, Wendepunkte, Erfolg, Misserfolg, Rede und Gegenrede, Führung im Gespräch, Vorherrschen bestimmter Sprechakte/Verben des sprachlichen Handelns (z.B. auffordern, fragen, bitten), Vorherrschen bestimmter sprachlich-rhetorischer Mittel
  • Monolog und Dialog als vorherrschende Sprechform
  • Funktion des Monologs für Dialoge bzw. für den Zusammenhang des Dramas
  • Unterscheidung zwischen offener epischer Form bzw. geschlossener traditioneller aristotelischer Bauform des Theaterstücks/ Dramas

Argumentarten    

  • Faktenargument
  • Erfahrungsargument
  • Autoritätsargument
  • Normatives Argument
  • Analogisierendes Argument
  • Indirektes Argument, die sich auf Gefühle stützen

Darstellungsarten:

Textinterpretation: Aufbau einer schriftlichen Analyse von Sachtexten:

1. Einleitung:

  • knappe Informationen zum Thema des Textes, zum Autor, Textart, Zielgruppe

2. Hauptteil: 

  • inhaltlicher Aufbau
  • Inhalts- und Sprachanalyse: detaillierte Darstellung der folgenden Gesichtspunkte unter Berücksichtigung ihres Zusammenhangs
    • Textart
    • der Autor und seine Absicht
    • Argumentationsweise
    • Einschätzung der Adressaten/Ansprechpartner
    • Wortschatz, Satzbau, sprachlich-rhetorische Mittel
    • Sprachstil (Nominalstil/Verbalstil) und Sprachebene (Alltagssprache, gehobene Sprache)
  • Bewertung des Textes
    • Schlüssigkeit der Darstellung
    • Beurteilung der möglichen Wirkung auf die Zielgruppe

3. Schlussteil:

  • allgemeine Bewertung: der Autor und seine Intention und die Art seiner Argumentation

Texterörterung: These, Argument, Beispiel/ Beleg, Erörterung, Schreiben des Texts:

1. Einleitung:

  • Nennung von Verfasser/in, Thema, zentralen Begriffen; möglicherweise Thema  an aktuelle Ereignisse oder gesellschaftliche Diskussionen anbinden

2. Hauptteil:

2.1. Analyse der Argumentation des Textes

  • Problemstellung benennen
  • Hauptthesen und ihren inhaltlichen und gedanklich-logischen Zusammenhang aufzeigen
  • Argumentationsstruktur und Argumentationsweise erläutern

2.2. kritische Auseinandersetzung mit den Positionen des Textes, ggf. Prüfung des Voraussetzungen der im Text vertretenen Positionen; danach begründete zustimmende bzw. ablehnende Stellungnahme zum Text

bei Zustimmung zum Text oder zu einzelnen Teilen:

logische Schlüssigkeit der Denkweise nachweisen, dabei mit eigenen Erfahrungen die Meinung des Autors stützen; auf Autoritäten hinweisen, die eine ähnliche Position vertreten

bei Ablehnung des Textes oder einzelner Teile:

Schlüssigkeit der Argumentation überprüfen und entsprechend bewerten

3. Schlussteil:

  • möglicherweise zusammenfassende Darstellung der eigenen Position (teilweise)  Übereinstimmung mit der Meinung des Verfassers, oder völlige Ablehnung) und/oder weiterführende Lösungsmöglichkeiten und Problematisierungen

2 mögliche Verfahren  textgebundener Erörterung:

  • den analytischen und den erörternden Teil getrennt anfertigen
  • fortlaufend den Text analysieren und an geeigneten Stellen jeweils die eigene Stellungnahme einfügen

Antikes Drama

 

Die griechische Tragödie

Entstand um 534 v.Chr. und fand ihre Entwicklung im alten Athen
Tragodia = gr. Bockgesang
Nach dem Weingott Dionysos: Dionysoskult

  • Grundschema der gr. Tragödie (konnte nicht verändert werden):
    • Prolog: Einleitung, erster Schauspieler tritt auf und stellt sich und die Handlung vor
    • Parados: Eingangslied und Einzug des Chors
    • Episodion: erste Schauspielszene
    • Stasimon: Beendigung der ersten Szene durch das Chorlied
    • Exodus: Schlusslied und Abgang des Chors (Chor hat immer das letzte Wort)
  • Darstellung:
    • Der Schauspieler trug immer eine Maske
    • Diese Maske gab ein starres, erschreckendes Aussehen
    • Die Individualität des Schauspielers wurde abgelegt
    • Sie vereinfachte dem Schauspieler das Rollenspiel
    • Das Kostüm konnte der Dichter frei zusammenstellen
    • Tragödie wurde immer im Freien, nie im geschlossenen Raum aufgeführt
  • Die Rolle des Chors:
    • 12-15 Choristi, 1 Chorleiter
    • Kommentiert das Geschehen
    • Ankündigung neuer Personen
    • Hinterfragt vieles
    • Spricht in Reflexionen und Sentenzen über das Schicksal des Helden die Gedanken des Dichters aus => Sprachrohr des Dichters
    • Klärt die Zuschauer über die Absichten des Dichters auf

Stichomythie:

  • kurze Wechselrede, Aneinandersetzung von kurzen Sätzen => Heftigkeit, Dringlichkeit
  • Hybris: (gr. Hochmut, Übermut)
  • Katharsis = Einsicht, Läuterung

Die Bühne:

  • in der Mitte des Orchesrtakreises (Tanzplatz) => Hölzernes Götterbilb von Dionysos =>Ihm zu Ehren wurde gespielt
    Dionysospriester hatten Ehrenplätze in der ersten Reihe
  • Hinter der Orchestra wurde ein Bühnenbau aus Holz errichtet => Erleichterung des Auf- und Abgangs der Schauspieler = Skene
  • Vor der Skene, auf der Proskene wurde gespielt
  • Theatron = Zuschauerränge
  • Bekanntesten antiken Tragödienschreiber sind:
    • Äschylos (525-465 v.Chr.)
    • Sophokles (497-406 v.Chr.)
    • Euripides (485-406 v.Chr.)
  • Tragödien setzten sich mit politischen Themen auseinander, behandelte Themen waren dabei Gegensätze wie:
    • Mensch und Götter
    • Schuld und Sühne
    • Ich und die Welt
    • Charakter und Schicksal



letzte Aktualisierung 10. März 2008