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Fürstenberg

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Dierhagen

Dierhagen

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Ortsname

Deerhagen oder Thierhagen wird erstmals am 16. August 1311 in der Ribnitzer Privilegienbestätigung Erichs von Dänemark urkundlich erwähnt.

Doch die Geschichte könnte mit ein bisschen Phantasie noch viel weiter zurückreichen.

"Schon 1275 wurde von Papst Gregor I. dem Kloster Dünamünde in Livland (Zisterzienserkloster Dünamünde in der Nähe von Riga, Lettland; zur damaligen Zeit umfasste Livland die Gebiete von Lettland und Estland) der Besitz der Dörfer Bentwisch, Wustrow und Volkshagen und einem Dorf von dem auf der Urkunde nur noch die beiden letzten Buchstaben "ne" erhalten geblieben sind, bestätigt. Wenn jetzt der Zusammenhang zwischen dem wendischen Namen "Zwerine" und dessen deutscher Übersetzung "Thiergarten" hergestellt wird, zeigt sich, dass der deutsche Name "Derhagen", - wie die alte niederdeutsche Form lautet, im 16. Jahrhundert durch Thierhagen verhochdeutscht, und später in Dierhagen übergehend, - nichts anderes als die wörtliche Übersetzung des wendischen Zwerine ist, und damit könnte die Lücke in der oben erwähnten Urkunde von 1235 durch das wendische [Zweri]ne ergänzt werden." [1]

Dierhagen wäre also noch ein paar Jahre älter. Was heute aber nur für die Ausrichtung der bevorstehenden 700-jahr Feier von Bedeutung wäre.
Der Ortsname lässt auf zweierlei schließen. "hagen" war eine gebräuchliche Bezeichnung für Orte mit dichtem Waldbestand der für die Siedlung gerodet werden musste. "Deer" oder auch "Thier" deutet darauf hin, dass die Tierhaltung in diesem Ort eine weit größere Bedeutung als der Getreideanbau besaß.
Der ursprüngliche Ort liegt am Radweg der Dierhagen und Dändorf auf der Boddenseite miteinander verbindet. Boddenseitig der Schutzhütte lässt noch heute die Bewaldung die eher bescheidene Ausdehnung des alten Dorfes erahnen.

[1] Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde / Band 32 / Jahrgang 1867, S.62// dlib.uni-rostock.de

letzte Aktualisierung 15. Januar 2008