
Die Herstellung von ENC auf Grundlage von Basisdaten erfordert weit mehr Aufwand als die Herstellung auf Grundlage von Karten. Dabei werden die Orignalvermessungen der
in die ENC-Herstellung einbezogen. Die gewonnenen Basisdaten werden über entsprechende Filteralgorithmen aufbereitet. Ohne die Nutzung von Filtern wäre die zu bewältigende Datenmenge viel zu groß.
Des weiteren sind Daten anderer Administrative und Legislative sowie Daten der Infrastruktur und wirtschaftlicher Nutzungsträger einzubringen, wie z.B.:
Die gewonnenen Vektordaten werden S57 Objekten zugeordnet und mit entsprechenden Attributen versehen. Die während der Bearbeitung aufgelaufene Berichtigungen werden eingearbeitet.
Die ENC ist nach abschließender Prüfung fertig und kann der Schifffahrt zur Verfügung gestellt werden.
Nachfolgendes Beispiel gibt einen Überblick über den Aufwand bei der Auswertung von Quelldaten.
Bei der Erstellung Seekarten wurden früher Einzeltiefen gemessen und daraus ein Tiefenbild modelliert. Heutzutage, bei der Nutzung von Fächerlot oder SideScan Sonar, ist die Datenmenge um ein vielfaches größer.
Es kann bei einer standardkonformen Tiefenmessung von ~27.000 bis ~670.000 Messungen pro sm2 ausgegangen werden. Dabei sind pro Messung ca. 250 Einzeltiefen auszuwerten.
