
Obwohl urkundliche Belege fehlen, wird angenommen, dass das Tonnenabschlagen nach der der Besetzung Mecklenburgs und Pommerns durch die Schweden (1648 bis 1815) eingeführt wurde.
Beim Tonnenabschlagen wird ein Holzfass, in der Vergangenheit ein Heringsfass, zerschlagen. Das Tonnenabschlagen galt lange Zeit als Symbol für das Ende der Herrschaft der Schweden, sowie der Abgabe des "Zehnten" vom Fischfang.
Festlich gekleidete Männer und Frauen, früher nur unverheiratete Männer, versuchen hoch zu Ross mit einer Keule das Fass zu zerschlagen.
Es werden bei diesem "Wettkampf" vier Könige ermittelt. "Bodenkönig" wird, wer den letzten Rest des Fassbodens herausschlägt. Der "Stäbenkönig" muss des letzte Seitenbrett und der "Tonnenkönig" den letzten Rest der Tonne abgeschlagen haben. Einen besonderen Titel erhält derjenige, der zuerst vom Pferd fällt; er wird "Sandkönig".


Das Tonnenabschlagen beginnt mit dem Abholen der alten Würdenträger und endet mit der Krönung der neuen "Könige".

Einige Zuschauer versuchen es dann den Reitern gleich zu tun und wollen ihren "Liebling" bändigen. Meistens ohne Erfolg.
Das diesjährige Tonnenabschlagen fand am 8. August statt. Einige Impressionen vom Dorfumzug und vom Tonnenabschlagen sind in der Gallerie zusammengestellt.